Am letzten Freitag in den Sommerferien trafen sich 16 Kinder in der evgl. Paulus-Kirche in Kuppenheim, um am Ferienspaßprogramm teilzunehmen. Einige kamen mit Freundin oder Bruder bzw. Schwester, ganz Mutige kamen alleine. So ist das jedes Jahr: Kinder zwischen und fünf und zwölf Jahren melden sich an und wissen nicht wer und was sie erwartet. Der Programmpunkt heißt schon seit mehr vielen Jahren unverändert: Eine biblische Geschichte hören und erleben. Was genau sich darunter, verbirgt ist jedes Mal eine kleine Überraschung. Diesmal hatte das Ferienspaßteam zwei Erzählungen, die am See Genezareth spielen, vorbereitet: „Der Fischzug des Petrus“ und „Zweifel im Sturm“. Fische, Boote und Vertrauen bestimmten den Nachmittag.
Nach einer ausführlichen Kennlernrunde, bei der jedes Kind einmal eine Schatzdose weiterreichen sollte, schauten alle zu, wie mit kleinen Filzpüppchen die beiden Geschichten angespielt wurden. Dann wurden zwei Gruppen gebildet und jede Gruppe versuchte, die Szenen nach den gesprochenen Texten selber darzustellen. Requisiten wie Tücher für Kostümen, Sitzmatten statt Fischerboote,
Joghurteimer zum Wasserschöpfen, Ventilator und Trommel für Wind und Sturm sowie ein Netz um Fische zu fangen, lagen bereit. Jede Gruppe nahm wie sie brauchte, die Kinder fanden ihre Rollen. Egal ob Fischer oder Fisch, Petrus oder Jesus, Erzähler oder Volk – jedes Kind fand eine Aufgabe oder eine Rolle. Beide Gruppen probten getrennt voneinander und spielten anschließend vor der anderen Gruppe. Bei beiden Geschichten sollten die Kinder erfahren, dass auf Gottes Wort Verlass ist, dass ich mich Jesus ganz anvertrauen kann und dass er immer die beste Übersicht über mein Leben hat. Mit Jesus an der Seite, kann ich mutig aufbrechen, auch mal etwas wagen. Jesus kennt meine Angst; er hält mich, stärkt und tröstet mich. Auch lernten die Kinder das Geheim- und Erkennungszeichen der frühen Christen kennen: ein einfach gezeichneter Fisch. Man sieht das Symbol noch heute oft als Aufkleber auf Autos. Das griechische Wort für Fisch hießt
IXOYS/Ichthys und aus den einzelnen Buchstaben lassen sich übersetzt die Worte „Jesus Christus, Sohn Gottes, Retter“ herleiten. Vor über 2000 Jahren wurden die Christen verfolgt. Um sich zu erkennen, erfanden sie dieses Code-Zeichen: man zeichnete einen Bogen in den Sand, ein anderer ergänzt das Bild durch den zweiten Bogen und wenn so der Fisch entsteht, war klar, der Gegenüber ist auch ein Christ. Dazu passte auch das Lied, das dann gemeinsam gesungen wurde: Sei ein lebend'ger Fisch, schwimme doch gegen den Strom! Auf, und wag es frisch: Freude und Sieg ist dein. Ganz dem Thema entsprechend, gab es beim großen Essen in diesem Jahr Fisch-Burger. Kleine frische Brötchen aufgeschnitten, Salatblatt darauf, Fischstäbchen hinein, mit Mayonnaise oder Remoulade verfeinert, Gurkenscheiben dazu und schon war der Burger fertig. Und die Schatzkiste wurde auch noch geöffnet: lauter kleine Goldfischlis sprangen da heraus. Hmmmm…lecker! Frisch gestärkt und erholt, wurden ganz schnell die Esstischen zu Basteltischen umfunktioniert. Aus zugeschnitten Zweigen, Schnüren, Korken, Schaschlikspieß und Stoff sollte ein Floß gebaut werden. Wirklich keine leichte Aufgabe, wie fast alle Eltern sehen konnten.
Als sie ihre Kinder zur vereinbarten Zeit abholen wollten, waren die meisten Floßbauer noch vollauf beschäftigt. So manche Eltern konnten und durften ihr eigenes Bastelgeschick unter Beweis stellen, damit jedes Kind ein fertiges Floß mit heimnehmen konnte.
Das Ferienspaßteam bedankt sich bei allen Kindern fürs kommen und bedankt sich bei den Eltern für die Unterstützung. „Einfach Spitze, dass ihr da wart.“